Die gute alte Diana

 
       
 

 

Gebäude, Schießstände und Ausstattung

Nachdem der Verein gegründet war, begann der aktive Schießbetrieb. Geschossen wurde auf zwei Ständen durch das geöffnete Fenster von der Gaststube in das Nebenzimmer. Die räumliche Anordnung und die Fenster sind auch heute noch vorhanden.

Aufgrund des großen Interesses waren zwei Stände schnell zu wenig, so wurden 1958 zwei weitere Scheibenzugstände gekauft und eingebaut. Außerdem musste aus Sicherheitsgründen zwischen den Schützen und den Gästen in der Gaststube eine Holzwand aufgestellt werden. Von da an konnten bereits vier Schützen nebeneinander schießen.

Um die Blattl besser auswerten zu können wurde 1959 die erste Teilermaschine gekauft.

Aus Platzgründen wurden 1968 die Schießstände von der Gaststube in den ehemaligen Kuhstall verlegt. 1973 wurden von den Vereinsmitgliedern in Eigenleistung ein Eisenpainer eingezogen und die Maurerarbeiten ausgeführt. Damit waren die Fundamente für den noch heute in diesem Raum bestehenden Schießstand gelegt.

Genau 5 Jahre später ist ein weiterer Stand eingebaut worden um der ständig ansteigenden Zahl von Schützen gerecht zu werden.

In der ganzen Zeit bis zum nächsten Umbau 1990 wurde der Schießraum gleichzeitig als Lagerraum für die Wirtschaft verwendet. Die Schützen mussten daher immer aufpassen, dass sie die Kohlen für die Heizung (und die Kartoffeln) nicht mit Blei spickten.

Die Gesetzeslage erforderte Ende der 80er Jahre, dass die Stände einen gewissen Mindestabstand haben müssen, der jedoch nicht erfüllt wurde. Deshalb entschloss man sich nach reiflicher Überlegung den Stand in den vorhandenen Räumen komplett neu zu gestalten. Dazu gehörte ein Ausbau auf acht Stände, verteilt auf zwei Ebenen, die Wände mit Holz zu verkleiden und die Böden zu fliesen. Nach dem Umbau des Schießstandes fand vom 27. - 30. Dezember 1990 das Standeröffnungsschießen statt.

Nicht nur die Räumlichkeiten wurden immer wieder auf den neuesten Stand gebracht, auch die sportliche Ausrüstung des Vereins (Luftgewehre und eine Luftpistole) passte sich dem Interesse der Mitglieder an.

Ein großer Schritt war der Kauf der Ringlesemaschine mit integriertem Auswertecomputer Disag RM 2, der es möglich machte, die komplette Auswertung und die Ergebnislisten in kürzester Zeit zu erstellen.

Mit der neuen, verbesserten Version RM 3 ist der Verein computertechnisch für die nächsten Jahre gut gerüstet.

Sportliches und Wettkämpfe

Dass von Anfang an der Sport im Mittelpunkt stand, merkt man daran, dass bereits einen Monat nach der Gründung des Vereins, am 3. Februar 1953, das erste vereinsinterne Preisschießen stattfand. Auch die Tradition des Königsschießens begann gleich in der ersten Saison. 1967 wurde zum ersten Mal für den Vereinsmeister mit der besten Jahresleistung ein Pokal vergeben.

Für das beste Blattl, das im Jahr von den Damen geschossen wird, gibt es seit 1981 einen Wanderpokal.

Um die Gesellschaft mit anderen Vereinen zu pflegen, fanden schon ab 1954 Vergleichsschießen statt. So z.B. mit Wildenwart, Söllhuben, Rimsting, Prien und Hittenkirchen.

Seit 1953 beteiligten sich die Schützen beim Gauschießen und ab 1966 wurden regelmäßig Rundenwettkämpfe geschossen, wobei die 1. Mannschaft 1969 in die Gauklasse aufstieg. Das Vier-Vereine-Pokalschießen zwischen Rimsting-Prien-Breitbrunn-Greimharting fand zum ersten Mal 1978 in Rimsting statt.

1982 und 1993 führten die Greimhartinger das Luftpistolen Gauschießen durch. Ein großer Erfolg war 1996 das Luftgewehr-Gausschießen mit über 500 Schützen. Um dem großen Andrang Stand zu halten, wurden im Veranstaltungshaus zusätzlich 16 Stände aufgebaut.

Den Gaudamenpokal konnten die Greimhartinger Schützinnen 1994, 2000 und 2001 mit nach Hause nehmen.

Aus dem Vereinsleben

Ein Schützenkranzl gab es zum ersten Mal am 3. Februar 1953, später wurde daraus ein Faschingskranzl.

Um die Finanzen des Vereins aufzubessern wird seit 1954 alljährlich am Stephanitag eine Christbaumversteigerung, seit 1966 eine Versteigerung mit Verlosung im Gasthaus Gröber abgehalten.

Im Frühherbst 1958 fand der erste Vereinsausflug statt. Laut Protokoll: „Dieser Ausflug kann als restlos gelungen bezeichnet werden, zumal gewisse Pointen noch lange in Erinnerung der Beteiligten erhalten bleiben werden.“

Auch den Schützen müssen einmal im Jahr die Leviten gelesen werden, deshalb kommt seit 1965 der Nikolaus um Ermahnungen und lustige Vorkommnisse in Versform vorzutragen.

Um das 25-jährige Bestehen des Vereins zu feiern, fand am 23. Juli 1977 eine Feldmesse auf dem Kirchplatz statt. Anschließend trafen sich die Schützen zu einer musikalisch umrahmten Feier in der Rimstinger Reithalle.

1982 kamen die Priener Feuerschützen um die Patenschaft für ihre neue Fahne zu erbitten. Wie aus den Aufzeichnungen hervor geht, war dies eine Mordsgaudi mit Scheitelknien, senfgefüllten Krapfen, ledernen Apfelkücheln und bleibeschwerten Maßkrügen.

Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums wurde am 07. November 1992   ein feierlicher Gottesdienst abgehalten. Die anschließende Feier mit Ehrungen und einem gelungenem Gedicht über die Vereinsgeschichte fand im Gasthaus Gröber statt.

Ein Grillfest für alle aktiven und passiven Mitglieder wird seit 1999 in Oberhamberg abgehalten.